Ohne Kickers kein VfB - und ohne VfB keine Kickers

Im Jahre 1899 setzt sich eine Gruppe junger fußballverrückter Männer zusammen, um die Trennung von ihrem Stammverein, dem Cannstatter Fußball-Club, zu beschließen. Dort will man nur noch Rugby spielen, aber keinen Assoziations-Fußball mehr. Am 21. September 1899 beschließen schließlich die 21 Gründungsmitglieder (Arthur Beier, Gustav Dreher, Dürr, Fenner, Gerst, Häuber, Adolf Jegglin, E. Levi, Karl Levi, Viktor Mäulen, Julius Megner, Mössner, Anton Salg, Hans Schröder, Sehlbach, Hans Spandau, H. Stier, Hans Trapp, Fred Wilson, Wolf, Zeh) in der Kronprinzenstraße im Stuttgarter Bürgerbräu die Stuttgarter Cickers ins Leben zu rufen, die sich unter ausdrücklichem Ausschluss von Rugby auf Fußball und Leichtathletik konzentrieren sollen.

1. Vorsitzender: Hans Schröder
2. Vorsitzender: Karl Levi
Kassierer: Anton Salg
Schriftführer: Hans Spandau
1. Spielleiter: Viktor Mäulen
2. Spielleiter: Adolf Jegglin
Zeugwart: Julius Megner
Vertreter der Passiven: Gustav Dreher

Gründungsmitglieder
Die Gründungsmitglieder Wolf, Stier,
Trapp, Dreher und Salg

Der Namen wurde nach dem Vorbild der Karslruher Kickers gewählt, der Dreß entsprechend Viktoria Berlin.

Diese Cickers sind nicht nur der Ursprung der heutigen Stuttgarter Kickers, sondern sie sind gleichzeitig auch am Emporkommen des heutigen VfB Stuttgart beteiligt. Als die Anhänger des Rugbysports trotz des ablehnenden Beschlusses der Gründungsversammlung die Einführung dieser Sportart im Verein erzwingen wollen, treten diese 1902 nach einer erneuten Ablehnung durch die Vollversammlung geschlossen aus und treten zum FV 1893 über. Später wird aus diesem FV 1893 durch verschiedene Fusionen der heutige VfB Stuttgart. Ein besondere Rivalität, die sich bis heute gehalten hat und nicht mit anderen, wie in München oder Hamburg, zu vergleichen ist. Ohne die Kickers kein VfB und ohne VfB keine Kickers. Ein Satz, der trotz seinen Widerspruchs die Realität widerspiegelt.

Die Gründungsmannschaft 1899
Die Gründungsmannschaft von 1899

Fortsetzung: Der Blaue Adel erweist sich die Ehre